Flitterwochen auf Sri Lanka März/April 2017

Vom 28. März bis 14. April ging es für Dennis und mich in Flitterwochen nach Sri Lanka und es war einfach traumhaft!

Der Urlaub fing schon im Flieger an… Ein Flug mit Qatar Airways ist schon etwas anderes, wie mit den anderen Fluglinien mit denen wir bisher geflogen sind (OK, so wirklich viele waren es bisher nicht…). So viel Platz für jeden einzelnen Passagier und ein eigenes Multimediaangebot (mit den neuesten Kinofilmen) an jedem Sitz und ständig was zu Essen oder zu Trinken bekommen. Nach ca 6. Stunden Flug von Frankfurt aus, hatten wir einen Zwischenstopp auf dem Flughafen in Doha, mit relativ kurzem Aufenthalt von jeweils etwas mehr als 1 Stunde auf Hin- und Rückflug. Von Doha nach Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka, sind wir nochmal knapp 5 Stunden geflogen. Der Flughafen Doha war mehr als beeindruckend, den muss man echt mal gesehen haben. Die Zeit verging wie im Flug ( ;) ) obwohl wir ziemlich müde waren, weil es so unwahrscheinlich viel zu entdecken und bestaunen gab. Morgens um 4 Uhr sind wir in Colombo gelandet. Visum bzw. Einreisekarte ausgefüllt und dann auf der Suche nach unserem Fahrer, schließlich lagen dann noch knapp 6 Stunden Fahrt quer durch Sri Lanka in unser Hotel vor uns… Es hat aber alles super geklappt (nachdem ich zuerst wieder Panik bekam, ob unser Gepäck auch ankam…)

Auf der Fahrt zum Hotel schliefen wir eigentlich die meiste Zeit, da wir doch ziemlich platt waren mittlerweile und schließlich war es ja auch noch dunkel. Der Fahrer war sehr nett, hat uns schon ein bisschen was über sein Land erzählt und hat an interessanten Punkten immer mal wieder gestoppt, so dass wir schon einen ersten tollen Eindruck gewinnen konnten. Aber das erste mal im Linksverkehr unterwegs ist ein kleines Abenteuer – zum Glück mussten wir nicht selbst fahren.

Endlich im Hotel, mitten im Dschungel und Paradies angekommen! Wir hatten jetzt 15 Nächte im Jungle Beach Resort by Uga Escapes vor uns. Die totale Entspannung! Alle Formalitäten an der Rezeption (im Freien!) direkt ausgefüllt und einen Begrüßungsdrink bekommen, bevor wir dann in unsere Jungle Cabin ziehen durften. Das Hotel war ein Traum… Kilometerlanger, einsamer, weißer Sandstrand (leider ohne Palmen, aber mit genug Sonnenschirmen), die Hotelanlage und die einzelnen Bungalows perfekt in den Dschungel integriert, super nettes engagiertes Personal. Es gaben sich alle richtige Mühe, das man sich einfach nur wohlfühlen kann. (Hotelbeschreibung)

Unsere Jungle Cabin war von innen sehr groß und toll eingerichtet. Schlafzimmer mit angrenzender Terrasse und das Bad hatte eine Außendusche, der absolute Hammer! Nach dem Einchecken, dann kurz geruht und ab zum Strand für den Rest des Tages relaxen. Leider hatten wir ungewöhnlich viele Geckos in unserem Zimmer (sogar im Bereich des Schlafzimmers und nicht nur im Badezimmer). Klar, waren wir mitten im Dschungel und die Tierchen so klein, dass die durch jede Ritze gepasst haben, aber die machen einen riesen Krach und so ganz gut geschlafen haben wir dann auch nicht mehr. Zwar kam der Zimmerservice immer direkt und hat sie nach draußen befördert, aber nach 3 Tagen bekamen wir dann angeboten in ein anderes Zimmer umzuziehen. Das haben wir natürlich angenommen und sind in eine Beach Cabin gezogen. Die Jungle Cabin war schon toll, aber die Beach Cabin war nochmal schicker! Alles noch total neu und das allerbeste war der direkte Zugang von nur knapp 20 Metern zum Strand.

Das Abendessen in Form von Set Menü  (Vorspeise, Sorbet, Hauptgang und Nachtisch mit jeweils 4 bzw. 5 Gerichten zur Auswahl) hat uns den ganzen Urlaub über vollkommen überrascht. Wir hatten in den zwei Wochen nicht einmal das selbe Gericht und geschmeckt hat es sowieso immer sensationell und da das Auge ja bekanntlich mitisst, waren die Speisen alle hammermäßig angerichtet. Am nächsten Morgen hatten wir dann auch unser erstes Frühstück: es gab immer frisch gepressten Saft aus Papaya, Melone, King Coconut (und noch ein paar mehr), Kaffe oder Tee und eine Platte mit frischem Obst, Süßgebäck, Müsli, Smoothie, Toast. Zu diesem schon sehr üppigen Angebot konnte man sich noch verschiedene Eiergerichte (Spiegelei, Rührei, pochierte Eier etc.) aussuchen. Eins nur noch zum Essen – natürlich haben wir uns auch am traditionellen Sri Lankischen Essen versucht, aber bei diesem Versuch ist es dann auch geblieben ;) Es war uns einfach viel zu scharf, aber lecker ist es trotzdem…

Wir waren nicht nur in Flitterwochen, sondern haben auch unseren ersten Hochzeitstag und den Geburtstag von Dennis in diesem Hotel gefeiert!

Zu unserem Hochzeitstag haben wir uns ein Barbecue am Strand gegönnt. Frisch gegrilltes Fleisch und Fisch in einer traumhaften Kulisse bei Meeresrauschen mit brennenden Fackeln und Lagerfeuer. Total romantisch und ein super toller erster Hochzeitstag. Leider hatten die im Hotel den Geburtstag von Dennis verpeilt, aber als wir das am nächsten Tag angesprochen haben, haben wir als Wiedergutmachung unser Abendessen am Strand serviert bekommen mit einer extra Platte King Prawns, einem Kuchen und einem Glas Sekt für jeden. So feiert man gerne verspäteten Geburtstag!

Natürlich haben wir nicht nur gegessen, am Strand oder am Pool gelegen, Cocktails getrunken und sind im Indischen Ozean schwimmen gegangen, sondern auch ein paar richtig tolle Ausflüge gemacht und wunderschöne Sonnenauf- und untergänge gesehen!
In den ersten Tagen nach der Ankunft haben wir zu Fuß den Strand abgelaufen, haben die Hotelanlage und das direkte Umfeld, auch mal mit den Fahrrädern des Hotels, erkundet.
Wir haben einen Schnorchelausflug auf Pigeon Island gemacht, waren auf dem Sigiriya Felsen oben, haben eine Jeep Safari mitgemacht und zum Abschluss noch Dolphin und Whale Watching.

Die Tierwelt auf Sri Lanka ist unglaublich. Ich weiß gar nicht, ob ich jedes einzelne Tier noch zusammen bekomme, aber hier mal eine Auswahl derer, von denen ich auch den Namen kenne: allen voran natürlich die Kühe und Hunde, die da hauptsächlich frei auf der Straße rumlaufen, Ziegen, zig Vogelarten, eine kleine Wasserschlange, Krabben, Katzen, Krokodile, Affen, Schwarzspitzenriffhaie, einen Baby Lemon Shark, Schildkröte, viele bunte Korallenfische, Rehe, Adler, Pfauen, Elefanten, Delfine und Pottwale.

Für Ausflüge liegt das Hotel leider wirklich sehr weit ab vom Schuss, weg von den „Hauptsehenswürdigkeiten“, man muss immer mit Stunden von Autofahrten rechnen, aber das war uns im Vorfeld ja bereits bekannt. Dafür gibt es aber zum Beispiel auch keine nervigen Verkäufer, die einem alles mögliche versuchen anzudrehen. Man kann einfach runterkommen, Zeit für sich haben und ein tolles Land kennenlernen.

Damit das Ganze hier nicht ausartet ;), fasse ich die einzelne Ausflüge nur kurz zusammen:

Pigeon Island: Pigeon Island ist ein Marine-Nationalpark im Indischen Ozean an der Ostküste Sri Lankas. Unser Hotel hat einen solchen Ausflug ebenfalls angeboten, aber wir haben uns entschieden, das über eine Tauchschule in Nilaveli zu buchen. Wir wurden morgens direkt nach dem Frühtsück mit einem TukTuk am Hotel abgeholt. In der Tauchschule bekamen wir dann die Schnorchelausrüstung, haben uns nochmal eingecremt und dann ging es mit den Booten los Richtung Pigeon Island. Hier hat uns der Guide dann noch erklärt, wo es die Haie zu sehen gibt und worauf man zu achten hat, bevor er mit den Tauchern weiter gefahren ist. So hatten wir jetzt bis mittags Zeit in Ruhe zu schnorcheln und alles zu erkunden. Das Wasser dort ist wie überall in Sri Lanka so wunderbar klar und türkisblau und angenehm warm! Also Flossen an, Taucherbrille und Schnorchel aufgesetzt und ab ins Wasser. Wir waren noch nicht ganz im Wasser, da haben wir schon die ersten Fische gesehen. Nach kurzer Zeit haben wir dann auch schon die ersten Haie direkt unter uns gesehen – ein krasses Gefühl und zuerst mehr als beängstigend, aber mit der Zeit merkt man, dass die so gelassen und die Menschen gewohnt sind . Wir haben insgesamt mindestens 5 von den Schwarzspitzenriffhaien (Black Tips) gesehen und mittags dann durch einen Guide noch einen kleinen Lemon Shark. Nach dem wir nach 2 Stunden ungefähr eine Pause gemacht hatten, sind wir nochmal ins Wasser und auf einmal schwimmt unter uns eine Schildkröte! So toll! Wir haben uns lange einfach hinter ihr her treiben lassen und ihr beim Schwimmen zugeguckt. Man muss allerdings aufpassen, dass man nicht zu sehr in die Nähe der Felsen dort kommt, da die Strömung gegen Mittag sehr stark wurde und man echt Mühe hatte wieder an Land zu paddeln… Es war so cool! Nach 5 Stunden sind wir dann mit dem Boot wieder zurück zur Tauchschule und wurden da von dem TukTuk wieder ans Hotel gebracht. Den heftigen Sonnenbrand gab es natürlich gratis dazu…

Sigiriya: Der Sigiriya Felsen ist ca. 200 Meter hoch und ragt aus dem Festland raus. Oben sind die Ruinen einer Felsenfestung zu erkennen mit den Resten des verbliebenen Löwentors. Sigiriya bedeutet übersetzt der Löwenfelsen. Die Fahrt vom Hotel aus dauerte ungefähr 2,5 Stunden. Da es sich um eine der Attraktionen auf Sri Lanka handelt hatten wir mit einer Masse an Menschen gerechnet, waren aber sehr positiv überrascht, dass an dem Tag so gut wie gar nichts los war und man sich in aller Ruhe alles angucken konnte. Am Fuß des Felsens sind tolle Gärten angelegt. Bis nach oben hatten wir ca. 2.000 Stufen zu besteigen, was bei über 30 Grad im Schatten nicht ganz ohne ist. Aber wir hatten genug Wasser und Sonnencreme dabei. Während dem Aufstieg kann man alte Fresken der Wolkenmädchen sehen und läuft an der Spiegelwand vorbei. Wir haben sehr oft Pause gemacht um einfach den immer atemberaubender werdenden Ausblick zu genießen. Die Löwentatzen erreicht man auf einem Plateau nach dreiviertel der Stufen. Die letzten Stufen bis ganz nach oben waren noch einen kleinen ticken steiler, aber für den Ausblick der einen ganz oben erwartet, nimmt man das sehr gerne in Kauf (also wir haben das gemacht). Es war unglaublich toll, so weit über das Land blicken zu können! Auch wenn der Eintritt ziemlich heftig ist, hat es sich definitiv gelohnt. Einen solchen Panoramablick kann man nur genießen.

Minneriya Nationalpark: Nach dem wir von Sigiriya wieder abgestiegen sind, sind wir nach Dambulla gefahren um eine Jeep Safari im Minneriya Nationalpark zu erleben. Wir warteten dort noch auf unsere Hotelbekannten aus Wiesbaden, mit denen wir die Safari zusammen machen wollten. Aber je später man in den Nationalpark fährt, desto mehr Elefanten kann man sehen, da sie erst abends an den See gehen, weil es über Tag auch einfach zu heiß ist. Auf der Fahrt durch den Park Richtung See haben wir ein paar Vögel und ein Adlernest gesehen. Aber als wir in die Lake Area reinfuhren, konnten wir schon erahnen, was uns dort erwartet… Klar, jede Menge andere Jeeps, aber dann sahen wir sie! Eine Herde von bestimmt 30 Elefanten in allen Größen, sogar noch mit Babyelefanten. In aller Ruhe haben sie da gestanden und Gras gefressen und das stellenweise nur 2 bis 3 Meter von den Jeeps entfernt. Zwar sind die dort lebenden Indischen Elefanten kleiner als ihre afrikanischen Kollegen, aber sie waren so toll! Wir hätten Stunden einfach da sitzen und sie beobachten können. Ich weiß gar nicht, wie viele Bilder ich von den grauen Riesen gemacht habe, aber irgendwann sagte Dennis „meinst du nicht, du hast so langsam mal genug Bilder“ – nein, von so einem Erlebnis kann man gar nicht genug Bilder haben ;)  Irgendwann sind wir natürlich noch weiter gefahren. Nach ein paar hundert Metern kamen wir an einem Aussichtsturm an (der einzige Ort, an dem man den Jeep verlassen durfte) und konnten von oben über den Nationalpark blicken. Da haben wir sogar ein paar Elefanten im See baden sehen! Nach dieser kurzen Pause sind wir weiter gefahren und haben eine zweite Herde Elefanten beoabachten können, die glaube ich noch größer war als die erste. Vor allem hatten sie einen größeren Elefantenbullen bei sich und noch ein ganz ganz kleines Baby. Man wollte es einfach knuddeln und knutschen, so süß war es. Bei dieser Herde wurden wir „gezwungen“ eine zeitlang mit ausgeschalteten Motoren einfach zu warten, denn der Großteil stand mitten auf dem Weg und dachte gar nicht daran sich dort weg zu bewegen. Ein Jeep wollte wohl nicht länger warten und startete den Motor und fuhr von hinten an den anderen Jeeps nach vorne. Der Elefantendame genau vor uns (keine 2 Meter weg) hat das aber nicht gefallen, denn sie baute sich auf einmal auf, scharrte mit den Füßen und trötete los. Wir dachten schon, jetzt startet sie durch und rennt uns über den Haufen, aber zum Glück hatten wir einen sehr erfahrenen Jeepfahrer, der die Situation voll im Griff hatte. Die Safari war viel zu schnell rum, aber dafür einmalig und mit einigen Gänsehautmomenten!

Dolphin und Whale Watching: Zum Abschluss dieses genialen Urlaubes haben wir dann über das Hotel noch die Whale Watching Tour gebucht. Wieder ging es direkt nach dem Frühstück los. Am Strand warteten die Schwimmwesten und die Boote auf uns. Getränke und Rucksäcke wurden im vorderen Teil des Bootes verstaut und das dann ins Wasser geschoben. Alle einsteigen und ab auf den Ozean. Ich glaube nach einer dreiviertel Stunde Bootfahren ungefähr haben wir die ersten Delfine gefunden und es wurden auf einmal immer mehr und mehr. 100 wäre bestimmt nicht übertrieben! Einfach Wahnsinn, wie die durch das Wasser geschwommen sind, auch direkt an den Booten vorbei oder untendrunter durch. Ein paar sind immer durch die Luft gesprungen und haben kleine Kunststücke vorgeführt. Ist ein Delfin einmal aus dem Wasser gesprungen, ist er auch garantiert noch ein zweites Mal gesprungen. Gut für uns, denn so konnten wir immer auf das Platschen reagieren, da man vor lauter Delfinen irgendwann nicht mehr wusste, wo man noch hingucken soll. Man wollte am liebsten überall und gleichzeitig gucken. Ich weiß gar nicht, wie lange wir so zwischen den Delfinen gefahren sind, aber es hätte den ganzen Tag dauern können. Leider haben wir dort aber keine Wale zu sehen bekommen, weshalb die Boote dann immer weiter raus auf den offenen Ozean gefahren sind und ab und zu mal angehalten und uns treiben lassen, aber es kamen immer noch keine Wale in Sichtweite. Also sind wir noch weiter Boot gefahren und haben weit und breit nichts gesehen außer Sonne und Wasser bei einer ernomen Hitze natürlich. Aber irgendwann dann haben wir weitere Boote gesehen. Die Fahrer haben sich untereinander verständigt und es müssen wohl schon einige Wale zu sehen gewesen sein, also noch kurz Geduld haben und wir sehen auch endlich welche. Es hat tatsächlich nicht lange gedauert und dann haben wir die ersten Pottwale gesehen! Riesige Tiere, die uns aber leider nie mehr als ihre enorme Schwanzflosse und einen Teil ihres Kopfes gezeigt haben. Das hat uns jedoch gereicht, zusammen mit der regelmäßigen Atmung. Ich weiß nicht, ob wir immer die selben Wale gesehen haben, oder ob es verschiedene Gruppen waren, aber das weite rausfahren hat sich gelohnt. Schätze mal so 15 Pottwale insgesamt haben wir sehen können. Um 14 Uhr oder so haben wir uns dann auf den Rückweg zum Hotelstrand gemacht. Aber natürlich haben wir nochmal einen Abstecher zu den Delfinen gemacht (wir mussten ja eh da vorbei…)

Wir waren definitiv nicht das letzte Mal auf Sri Lanka! Allerdings haben wir uns für das nächste Mal eine Rundreise vorgenommen um auch die anderen Teile dieser wunderschönen Insel kennenlernen zu können, wie z.B. Kandy, die Hochebene mit den Teeplantagen, eine Zugfahrt nach Ella und den Yala Nationalpark.

Ich konnte mich nicht kürzer fassen, der Beitrag hätte noch viel länger sein können um unsere Eindrucke wiederzugeben, aber Photos sagen ja bekanntlich mehr als Worte: